Saarbrücker Grüne schauen nach vorne

Ortsverband Mitte: Persönliche Befindlichkeiten hinten anstellen 

Saarbrücken, 02.03.2014. Die Grünen in Saarbrücken-Mitte haben mit Befremden auf Vorwürfe aus dem Grünen-Ortsverband Halberg reagiert, wonach die meisten aussichtsreichen Listenplätze an Kandidaten aus Mitte gegangen seien. Dieser Vorwurf sei weder inhaltlich richtig, noch könne man mit einer Listenplatzvergabe nach Ortsverbänden Wählerinnen und Wähler überzeugen. Jetzt gelte es für grüne Inhalte zu werben und gemeinsam einen erfolgreichen Wahlkampf zu organisieren. Vor dem kommenden Wahlkampf hätten sich noch nie so viele Mitglieder aktiv eingebracht wie bisher. Dies zeige, dass die Partei gut organisiert in die Kommunalwahl 2014 gehe. Dazu gehöre auch ein ausgewogenes Personalangebot.

Der Sprecher der Grünen in Mitte, Timo Lehberger, appellierte an alle Beteiligten, persönliche Befindlichkeiten nicht in den Vordergrund zu stellen, sondern die Frage nach der Zukunft der Landeshauptstadt. Lehberger: „Es geht in diesem Wahlkampf doch nicht um die Zugehörigkeit einzelner Kandidaten zu einem Ortsverband, sondern darum unsere Themen und Ideen in den Vordergrund zu bringen. Wichtig ist, dass Menschen vor Ort für grüne Themen stehen und kämpfen. Wenn jetzt einige nach demokratischen Wahlen nicht verwinden können, dass sie sich nicht vorne auf unserer Wahlliste finden, so ist das bedauerlich. Daraus aber ein grundsätzliches Problem zu konstruieren, wird der Realität in keinster Weise gerecht.“ Die Grünen in Mitte stellten mit deutlich über 200 Mitgliedern zudem den weitaus größten Teil der Grünen-Mitglieder in Saarbrücken, mehr als drei Mal so viele wie Halberg.

Dennoch sei der Bezirk Halberg mit Claudia Willger, die in Bübingen lebe, sogar auf der Spitzenposition der Wahlliste vertreten. Mit Hajo Bruns, der für Halberg ins Rennen gegangen war, obwohl er in Mitte lebe, habe es ein Bewerber ebenfalls auf einen Listenplatz geschafft, der mit einiger Wahrscheinlichkeit den Einzug in den Stadtrat ermöglichen würde. Wenn dieser seinen Platz jetzt ohne Not zur Verfügung stelle, könne dies nicht dem Ortsverband Mitte zum Vorwurf gemacht werden. Lehberger sieht entsprechende Vorwürfe vor allem in dem Abschneiden der Protagonisten bei den Listenaufstellungen begründet: „Die Art der Auseinandersetzung lässt die Zielrichtung erkennen. Nachdem der eine oder andere nicht den gewünschten Listenplatz bekommen hat, soll jetzt denjenigen, die sich durchsetzen konnten, offensichtlich das Leben mit öffentlichen Äußerungen schwer gemacht werden. Körners eigenes enttäuschendes Abschneiden bei der Listenaufstellung zur Regionalversammlung hat diese unfaire und unsachliche Reaktion jetzt möglicherweise ausgelöst.“

Die Sprecherin der Grünen in Mitte, Simone Wied, appelliert an alle: „Die mit demokratischer Mehrheit getroffenen Entscheidungen der Mitgliederversammlungen müssen respektiert werden. Wir sollten uns jetzt gemeinsam auf den Wahlkampf konzentrieren. Der Ortsverband Mitte wird mit den anderen Saarbrücker Ortsverbänden einen kraftvollen inhaltlichen Wahlkampf gestalten, um mit einem guten Ergebnis die richtigen Weichen für die ganze Landeshauptstadt zu stellen.“

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