Grüne fordern sichere Wege bei Eis und Schnee

Saarbrücken, 15.01.2013. Anlässlich des Wintereinbruchs fordern die Grünen in Saarbrücken-Mitte die Stadt auf, Gehwege besser zu räumen – und zumindest ihrer Sicherungspflicht nach zu kommen.

„Gerade bei einem plötzlichen Wintereinbruch – wie heute – wird deutlich, dass Fußgängerinnen und Fußgänger, Fahrradfahrer und Nutzer des ÖPNV, in Saarbrücken nur Bürger zweiter Klasse sind. Innerstädtisch sollten bei diesen Witterungsverhältnissen aber alle Ziele auch zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.“, so Simone Wied, die Sprecherin des Ortsverbandes.

Die Grünen kritisieren, dass Gehwege und Ampelübergänge an zentralen Punkten der Stadt ungenügend geräumt sind. Besonders unzumutbar ist die Situation an den Fußwegen der Brücken über die Saar, die sich regelmäßig in spiegelglatte Rutschbahnen verwandeln.

„Die Stadt verlangt von ihren Bürgern bei diesen Witterungsverhältnissen ihrer Räum- und Streupflicht nachzukommen – dann sollte Saarbrücken aber auch ein gutes Vorbild für seine Einwohnern sein und seine eigenen Pflichten verantwortungsvoll wahrnehmen. Dass die Stadt die kritischen Zonen kennt, offenbart sich darin, dass die Verkehrssicherheit für die Autofahrer hier bevorzugt aufrechterhalten wird.“ so der Sprecher des Ortsverbandes, Timo Lehberger und erklärt weiter, „Man kann von den Schwächsten im Verkehr, den Fußgängern, nicht erwarten, dass sie auf glatte Straßen ausweichen. Wir Grüne fordern die Stadt Saarbrücken auf, in einer Zeit, in der die Verkehrsteilnehmer immer wieder offiziell angehalten werden, verstärkt auf den ÖPNV und Fußverkehr auszuweichen, dies auch zu ermöglichen. Es hat keinen Sinn, wenn der sichere Transport in Bus und Bahn gewährleistet ist, man aber weder zur Haltestelle kommt – noch von dort sein eigentliches Ziel erreicht.“

Die Grünen fordern deshalb ein entsprechendes Konzept, welches die Verkehrssicherungsmaßnahmen besser aufeinander abstimmt. Die Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern – und damit den Nutzern des ÖPNV- müssen besser berücksichtigt und in den Winterdienst integriert werden.

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