Saarbrücker Grüne verabschieden Resolution zum ÖPNV

 

Saarbrücker Grüne verabschieden Resolution zum ÖPNV

Saarbrücken, 08.02.2018. Der Ortsverband der Grünen in Saarbrücken-Mitte setzt sich für eine Stärkung und dauerhafte Sicherung des ÖPNV in Saarbrücken ein. Auf einer Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch wurde eine entsprechende Resolution verabschiedet.

 

Die Grünen weisen in der Resolution auf die Möglichkeit hin, über einen starken Nahverkehrsplan Einfluss auf Fahrplan, Qualität und Service nehmen zu können und das städtische Unternehmen mit der Bereitstellung des ÖPNV zu beauftragen.

Damit dies klappt, muss im Vorfeld der Vergabe genau beschrieben werden, wie der Bus- und Bahnverkehr aussehen soll. Deshalb fordern die Grünen in insgesamt sieben Punkten wichtige Verbesserungen, die in den Nahverkehrsplan aufgenommen werden sollen. Darunter befinden sich zum Beispiel eine moderne und kundenorientierte Fahrgastbetreuung und eine zeitgemäße Fahrzeugqualität. Zudem sollen Schnell- und Nachtbuslinien im Stadtgebiet eingeführt werden. Weiterhin fordern die Grünen einen Saarlandticket für Schüler und Senioren für einen Euro am Tag.

„Um eine klimafreundliche und für alle bequeme Mobilität in Saarbrücken gewährleisten zu können, muss das Angebot in Saarbrücken in Zukunft attraktiv und zuverlässig sein. Der ÖPNV muss in erster Linie für die Fahrgäste funktionieren. Die Landeshauptstadt als Aufgabenträger muss auf die Wünsche und Anregungen schnell und unkompliziert reagieren können. Aus unserer Sicht ist dies nur mit der Direktvergabe an das kommunale Unternehmen, einem guten Nahverkehrsplan und attraktive Fahrpreise gewährleistet.“, so Saskia Both und Patrick Ginsbach, die Sprecher*innen des Ortsverbandes.

Die Grünen möchten eine Diskussion um notwendige Einsparungen im Verkehrsbereich nicht auf dem Rücken der Bus- und Saarbahnfahrer*innen austragen. Deshalb soll die Einhaltung der Tarifverträge und die Anordnung einer Personalübernahme in der Vorabbekanntmachung festgeschrieben werden.

Die Grünen wollen damit den Beschäftigten der Saarbahn GmbH auch in Zukunft gute und sichere Arbeitsplätze bieten und Sozialdumping im öffentlichen Verkehr ausschließen. Vielmehr sollen die Strukturen im Unternehmen hinterfragt werden und neue Formen der Finanzierung des ÖPNV mit allen Akteuren diskutiert werden. 

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